Traditionsgemeinschaft Bw Halle P e.V.

Güterzuglokomotive E95 02

Güterzuglokomotive E95 02Im Verlauf zunehmender Streckenelektrifizierung in den 1920er Jahren plante die DRG, die Trasse Breslau – Liegnitz – Arnsdorf (bei Dresden) mit Elektrolokomotiven zu betreiben. Dieser Strecke kam besondere Bedeutung im Güterverkehr zu; fuhren hier doch täglich bis zu 100 Kohlezüge aus dem oberschlesischen Revier in Richtung Dresden und Berlin. Die bis zu 2.200 t schweren Züge stellten besondere Anforderungen an die Lokomotiven, welche im Dauerbetrieb zum Einsatz kommen sollten.

Die Planungen der DRG sahen die Entwicklung einer sechsachsigen Doppellokomotive mit Einzelachsantrieb per Tatzlager, einer Höchstgeschwindigkeit von 65 km/h sowie einer maximalen Zugkraft von 36.000 kp vor. Nachdem zwei Entwürfe der Firma AEG zunächst abgelehnt wurden, entschied man sich im Frühjahr 1926 für das überarbeitete Konzept einer 1´C+C 1´ - Doppellokomotive mit Tatzlagerantrieb und 1.400 mm großen Treibrädern.

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Schnellzuglokomotive E18 031

Schnellzuglokomotive E18 031Zu Beginn der dreißiger Jahre beabsichtigte die Deutsche Reichsbahn, den Reiseverkehr durch höhere Geschwindigkeiten attraktiver zu gestalten. Dazu erhielt im Jahr 1933 die AEG Berlin den Auftrag, eine 1'Do1' - Schnellzuglokomotive zu entwickeln. Fahrzeugtechnisch sollte sie von der Baureihe E17 und elektrisch von der Baureihe E04 abgeleitet werden. Das Einsatzprogramm für die neuen Lokomotiven sah vor, 700 t - Schnellzüge in der Ebene mit 140 km/h zu befördern.

Am 11.05.1935 lieferte die AEG als erste Lokomotive E18 01 aus. Mit 150 km/h Höchstgeschwindigkeit und 3040 kW Stundenleistung war sie die bis dahin schnellste und leistungsfähigste Elektrolokomotive Deutschlands. Charakteristisch für die Baureihe E18 ist neben der windschnittigen Stirnfront der Federtopfantrieb der Bauart Kleinow. Damit sich der Lokführer bei den hohen Fahrgeschwindigkeiten besser auf die Strecken- und Signalbeobachtung konzentrieren konnte, erhielt die Maschine ein motorbetriebenes Schaltwerk in Auf/ Ab- Steuerung.

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Schnellzuglokomotive E18 047

Schnellzuglokomotive E18 047Am 12.08.1939 wurde E18 047 unter der Fabriknummer 5161 von der Firma AEG Hennigsdorf ausgeliefert und dem Bw Nürnberg zugeteilt. Der damalige Beschaffungspreis betrug 397.390,- Reichsmark. Von Nürnberg aus kam sie vor Schnellzügen nach München und Saalfeld, ab 1942 auch nach Leipzig, Regensburg, Stuttgart, Innsbruck und Attnang-Puchheim zum Einsatz.

Den 2. Weltkrieg überstand E18 047 ohne nennenswerte Schäden. Danach kam sie mit fortschreitender Elektrifizierung vor Schnellzügen nach München, Probstzella, Frankfurt/M. und Passau zum Einsatz. Zwischen 1965 und 1970 gab es unter anderem einen Langlauf von Würzburg nach Wien Westbahnhof.

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Elektrolokomotive 244 108-7

Elektrolokomotive 244 108-7Um schwere Güterzüge auf Flachlandstrecken, leichte Güterzüge auf Steigungsstrecken und Reisezüge in allen Bereichen befördern zu können, entwickelten drei Hersteller im Jahre 1930 Baumusterlokomotiven der Baureihe E44. Dabei entstand bei der Siemens-Schuckert-Werke AG eine laufachslose, vierachsige Elektrolokomotive mit einem vollständig geschweißten Brückenrahmen und einem weitgehend verschweißten Lokkasten.

Hauptneuerung war der Einzelachsantrieb bei den zwei Drehgestellen. Die vier Motoren der Lokomotive wurden mit einer Seite im Drehgestell aufgehängt, während die andere Seite mit Hilfe von Tatzlagern auf der jeweiligen Achse auflag. Durch Mittelkupplungen wurden die beiden Drehgestelle fest miteinander verbunden. So konnten die Zug- und Druckkräfte direkt auf den Rahmen der Lok übertragen werden. In den beiden Vorbauten der Führerstände befinden sich die Luftpumpe, vier Luftbehälter und die Fahrzeugbatterie.

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Elektrolokomotive 211 001-3

Elektrolokomotive 211 001-3Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges begann bei der Deutschen Reichsbahn der schwierige Wiederaufbau des zerstörten Streckennetzes. Erschwerend kam hinzu, dass auf einigen Streckenabschnitten das vorhandene zweite Gleis, die Fahrleitung und Masten demontiert und als Reparationsleistung in die Sowjetunion gebracht wurden. Dennoch beschloss der DDR-Ministerrat 1953 den Wiederaufbau der elektrischen Zugförderung.

Zu diesem Zeitpunkt standen der Deutschen Reichsbahn der DDR hauptsächlich Vorkriegs-Elektrolokomotiven der Baureihen E44 und E94 für den elektrischen Zugbetrieb zur Verfügung. Um den Mangel an E-Lokomotiven zu beseitigen, entwickelte der VEB LEW Hennigsdorf die Baureihe E11 für den Schnell- und Personenzugdienst.

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Elektrolokomotive 142 255-9

Elektrolokomotive 142 255-9Für den Einsatz im Personen- und Güterzugdienst beschaffte die Deutsche Reichsbahn der DDR ab 1963 auch Elektrolokomotiven der Baureihe E42. Sie glichen im Wesentlichen der Baureihe E11 und wurden ebenso im VEB LEW Hennigsdorf gebaut.

Insgesamt erhielt die Deutsche Reichsbahn 292 Exemplare der E42. Durch eine geänderte Getriebeübersetzung besaß die Baureihe E42 zwar eine höhere Anfahrzugkraft als die E11, ihre Höchstgeschwindigkeit lag jedoch nur bei 100 km/h. Entsprechend bekamen diese Maschinen ein breit gefächertes Aufgabengebiet zugewiesen. Das Einsatzgebiet der E42 lag dabei hauptsächlich im Güterverkehr. Die Lokomotiven waren in der Lage, in der Ebene Güterzüge bis 1900 t mit 100 km/h wie auch 1000 t Güterzüge in einer 5‰ Steigung noch mit 80 km/h zu befördern. Im Personenzugdienst erreichten die Lokomotiven mit einen 800 t schweren Zug in der Waagerechten 100 km/h und mit 825 t bei 5‰ Steigung noch 90 km/h.

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Universallokomotive 243 005-6

Universallokomotive 243 005-6Die Lokomotive 243 005-6 wurde nach Auslieferung an die Deutsche Reichsbahn am 29.10.1984 abgenommen. Im Anschluss war sie von November bis Dezember 1984 im Bw Halle P stationiert. Nach diesen ersten Einsatztagen erfolgte noch im Dezember 1984 die Zuordnung zum Bw Leipzig Hbf West.

Bereits 1985 fand eine eine erneute Umbeheimatung statt - nach Stendal, von wo sie allerdings auch nur etwa ein Jahr lang im Einsatz war. Erst mit einem Wechsel im Jahr 1986 nach Falkenberg kehrte eine gewisse Beständigkeit ein. Bis 1990 blieb die Lok dort im Einsatz.

Im Jahr 1990 kehrte 243 005-6 nach Halle zurück und war ab diesem Zeitpunkt bis 1994 im Bw Halle P stationiert, bevor sie nach Leipzig in das Bw West umbeheimatet wurde. In Leipzig verblieb sie wiederum nur kurze Zeit; von 1995-1997 war sie im Bw Magdeburg zu Hause.

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Güterzuglokomotive 155 001-1

Güterzuglokomotive 155 001-1Anfang der 1970er Jahre schritt die Streckenelektrifizierung bei der Deutschen Reichsbahn der DDR stetig voran, was die Neukonzeption einer universell im Güter- als auch im Personenzugverkehr einzusetzenden Elektrolokomotive erforderte. Mit der neu zu entwickelten Maschine sollten die E-Lokomotiven der Baureihen 242 und 211 in ihren Aufgabengebieten unterstützt und in deren Leistungsfähigkeiten übertroffen werden. Die Fortschritte bei der Entwicklung und der Herstellung von Elektrolokomotiven ermöglichten einen kompletten Neubau. Dabei fiel die Entscheidung auf eine Co´Co´- Lokomotive für große Zugmassen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 125 km/h. Das Betriebsprogramm sah vor, 3000 t schwere Güterzuge in der Ebene und 1800 t– Züge auf 5‰ Steigung mit 95 km/h zu befördern.

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