Traditionsgemeinschaft Bw Halle P e.V.

Gleiskraftwagen SKL 24

Gleiskraftwagen SKL 24Der Gleiskraftwagen SKL 24, auch Typ Schöneweide genannt, wurde für den Gleisbau und die Streckenunterhaltung bei der Deutschen Reichsbahn ab dem Jahr 1962 im Reichsbahnausbesserungswerk Berlin-Schöneweide entwickelt und gebaut. Neben der Regelspur von 1.435 mm gab es auch Ausführungen in den Spurweiten 900 mm und 1.000 mm. Von 1971 bis 1978 erfolgte die weitere Serienproduktion im Werk für Gleisbaumechanik in Brandenburg. Insgesamt wurden ca. 700 Fahrzeuge dieser Bauart ausgeliefert.

Angetrieben wurden die SKL von einem 4-Zylinder-Viertakt-Dieselmotor vom Typ „Garant 16" bzw. „Garant 32", wie er auch in Lastkraftwagen zum Einsatz kam. Die Leistungsübertragung erfolgt über ein Viergang-Stirnrad-Schubgetriebe mit Klauenschaltung. Der SKL hat zwei unabhängig voneinander bedienbare Bremsen: Eine Handbremse und eine fußbetätigte, direkt wirkende Einkreis-Druckluftbremse. Mit einem SKL durften maximal zwei luftgebremste Anhänger befördert werden. Außer dem Fahrer durften zwei weitere Mitarbeiter in der Fahrerkabine mitfahren.

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Eisenbahndrehkran EDK 80/3

Eisenbahndrehkran EDK 80/3Zur Bekohlung der Dampflokomotiven steht dem Traditionsverein der Eisenbahndrehkran EDK 80/3 zur Verfügung. Er wurde im Jahr 1987 vom VEB Schwermaschinenbau „S.M. Kirow" in Leipzig hergestellt.

Der EDK besteht aus einem schweren Spezial-Unterwagen mit zwei Drehgestellen mit je zwei Achsen und einem aufgesetzten, drehbaren Kranteil. Der Ausleger hat eine Höhe von 11 m.

Der Kran diente zum Heben, Versetzen und Verfahren von Massen im Gleisbereich, wie beim Umschlagen von Gütern, bei Bau- und Montagearbeiten oder auch Unfall- und Aufräumungsdiensten. Für diese Arbeiten konnte der EDK sowohl mit einem Greifer als auch mit einem Haken ausgerüstet werden. Er fand für derartige Leistungen bei Gleisbaufirmen und in Hilfszügen Verwendung und wurde auch bei der Streckenelektrifizierung eingesetzt. Ebenso diente er in verschiedenen Bahnbetriebswerken zum Bekohlen von Hochbunkeranlagen.

Der für den Antrieb des Hubwerkes notwendige Strom wird über den Dieselmotor und  einen Generator selbst erzeugt. Der EDK 80/3 ist in der Lage, Lasten bis maximal 20 t zu heben. Ebenso ist er dazu fähig, sich bis 8 km/h in Eigenfahrt zu bewegen. Im Zugverband kann er bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h geschleppt werden.

ORT 708 006-2

Oberleitungsrevisionstriebwagen 708 006-2Für die Instandhaltung und Störungsbeseitigung der Fahrleitungen beschaffte die Deutsche Reichsbahn fünf neue zweiachsige Oberleitungsrevisionstriebwagen, kurz ORT genannt.

Im Jahr 1956 wurden zunächst drei und in den Jahren 1958/59 zwei weitere Fahrzeuge im VEB Waggonbau Görlitz gebaut. Ab 1958 wurden diese ORT als 135 001 - 003 sowie 135 005 und 135 006 bezeichnet. Die fehlende Nummer 135 004 war durch einen nach dem Krieg bei der Deutschen Reichsbahn verbliebenen niederländischen Turmtriebwagen belegt. Er wurde im Jahr 1966 verkauft.

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Akku-Schleppfahrzeug ASF 4

Akku-Schleppfahrzeug ASF 4Für die unterschiedlichsten Rangier- und Verschiebearbeiten in den Betriebswerken und Industrieanlagen entwickelte die FEV Blankenburg im Jahr 1964 ein Elektro-Schleppfahrzeug mit Batteriebetrieb.

Die Entscheidung zu Gunsten des Akkubetriebs fiel zum einem im Hinblick auf die Kostenersparnis durch den Wegfall des bisher genutzten Dieseltreibstoffes, zum anderen entfiel die Notwendigkeit einer Oberleitung. Gerade bei dem geplanten Einsatz der Fahrzeuge in Industriebetrieben hätte sich der Fahrdraht eher behindernd ausgewirkt.

Die Serienfertigung des abgasfreien und geräuscharmen Akkuschleppers übernahm der Lokomotivbau Hennigsdorf. Unter der Typenbezeichnung El 16 wurden zwischen 1965 und 1991 mehr als 500 Stück in verschiedenen Serien gebaut, davon erhielt die Deutsche Reichsbahn insgesamt 188 Fahrzeuge.

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